Was macht die KI-Werkstatt?
Die KI-Werkstatt bringt die regionalen Zukunftszentren, die KMU zur Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz beraten, zusammen – peer-to-peer. Sie ist eine Plattform für den Austausch zu und die Optimierung der Beratungsarbeit der Zukunftszentren vor Ort. Außerdem liefert die KI-Werkstatt wichtige Impulse für das KIWW und die Arbeit am Wissenspool. Quartalsweise, digitale Treffen, wechselnde Themen und Schwerpunkte rund um das Thema Künstliche Intelligenz in kleinen und mittleren Unternehmen bilden den Rahmen. Im April 2022 hat die 3. KI-Werkstatt mit zwei thematischen Schwerpunkten stattgefunden.
Themenschwerpunkt 1: KI-Wissensbausteine im KIWW-Wissenspool
Im ersten Teil der KI-Werkstatt stand die KIWW-Webseite mit bereits vorhandenen und zukünftig geplanten Inhalten im Vordergrund, die sowohl für die interessierte Öffentlichkeit als auch für die regionalen Zukunftszentren relevant sind. In der anschließenden Diskussion im Plenum wurde unter anderem eine Rubrik „KI-Grundlagen”, in der niedrigschwelliges Wissen zu KI bereitgestellt werden sollte, sowie ein kurzer Abriss zur Geschichte der KI angeregt. Zu den drei Kategorien des KIWW-Wissenspool waren vor allem folgende Diskussionspunkte zielführend:
- KI-Check: Ein KI-Check bzw. eine Bestandsaufnahme wird weniger von KMU selbst durchgeführt, sondern ist eher ein Instrument für die Beratung und eine Inspiration für KMU, wie KI eingesetzt werden kann.
- KI verstehen und nutzen: Ein niedrigschwelliger Zugang zu Beispielen, die KI-Anwendungsszenarien in KMU beschreiben, ist sinnvoll. Dies ermöglicht es den Unternehmen, KI-Anwendungen kennenzulernen und zu verstehen. Da die Unternehmen oft keine genauen Vorstellungen haben, wie KI sinnvoll im Unternehmen eingesetzt werden könnte, können Betriebe eine Idee bekommen, welchen Mehrwert diese konkret bieten können, wenn in den Anwendungsbeispielen der Nutzen von KI explizit herausgestellt wird. Hilfreich für die KI-Anwendungsbeispiele sind auch Animationen von Showrooms oder Demonstratoren.
- KI für gute Arbeit: Ein zentrales Thema im Zusammenhang mit der Beteiligung der Beschäftigten ist der Datenschutz bzw. das Sammeln von Daten im Betrieb, das mit der Einführung von KI-Anwendungen einhergeht. Betriebsräte benötigen viele Informationen zu diesem Thema. Die Inhalte sollen also nicht nur Führungskräfte geeignet sein, sondern vor allem auch die Belegschaften, also die vor allem die Fachkräfte und Betriebsräte erreichen.
Themenschwerpunkt 2: Social Media für die Öffentlichkeitsarbeit
Im zweiten Teil stand das Thema “Social Media für die Öffentlichkeitsarbeit der regionalen Zukunftszentren” im Zentrum, das eine hohe Bedeutung für die regionalen Zukunftszentrum zur Erreichung von KMU besitzt. Es wurde ein Digital Engagement Canvas vorgestellt, mit dem systematisch entlang zentraler Fragestellungen eine Social Media Strategie erstellt werden kann:
- Zu Beginn wird eine Vision von gelungener Social-Media-Kommunikation erarbeitet.
- Zentral sind User-Szenarien/Personas von der Zielgruppe, die erreicht werden soll.
- sowie der Mehrwert und das Alleinstellungsmerkmal der eigenen Angebote.
- Daran anknüpfend wird erarbeitet, wo und wie die User erreicht werden können und
- wie man Interesse weckt.
- Zudem sollten Trends beachtet sowie
- gute und realistische Ziele gesetzt werden,
- die Wirkung der Aktivitäten überprüft werden sowie
- eine ansprechende Stimme gefunden werden.
Abschließend wurde den regionalen Zukunftszentren drei wichtige Grundlagen des Social Media Marketings mit auf den Weg gegeben:
- Um Interessierte anzuziehen, ist Authentizität wichtig. Eine innere Grunddynamik kann das Geschehen in Gang bringen, zum Beispiel indem sich Vertreter*innen aus den rZZ regelmäßig in den Social-Media-Kanälen unterhalten.
- Viele Interessierte sind „mündlich“ unterwegs, sie wollen Gesichter sehen und authentisch sprechende Menschen. Ein dazu passender Content wären Kurzvideos oder -interviews, die sich überall einbinden lassen.
- Content auf Social Media ist immer auch ein „social object“, das an Bekannte weitergeleitet wird. Hierfür eignen sich Grafiken, die man auf einen Blick erfassen kann.